Im antiken Ägypten wurden viele Pharaonen in Pyramiden beigesetzt. Diese waren ursprünglich flache Bauten mit nur einer Stufe. Später kamen immer mehr Stufen hinzu und in der 3. Dynastie entstand Djosers Stufenpyramide in Sakkara. In der 4. Dynastie folgten die Meidumpyramide, die Knick- und die Nordpyramide Dashur. Sie wurden innerhalb weniger Jahre erbaut und machen mit den drei Pyramiden von Gizeh drei Viertel der Masse aller ägyptischen Pyramiden aus. All diese Pyramiden entstanden in den ersten 100 Jahren der ägyptischen Pyramiden-Bauzeit, die 2.700 Jahre dauerte.
Je nach Dynastie unterscheiden sich die Pyramiden erheblich, z. B. bei den Grabkammern und den Neigungswinkeln. Wie letztere festgelegt wurden, ist nicht hinreichend geklärt.
Die Cheopspyramide ist die größte Ägyptens
Ca. 80 Pyramiden existieren in Ägypten, wovon die Cheopspyramide die größte ist. Sie gehört zu den berühmten Pyramiden von Gizeh und belegt eine Grundfläche von fast 5,3 qkm. Sie ist heute 138,75 Meter hoch und damit fast 8 Meter kleiner als bei Ihrer Erbauung. Dass alle Pyramiden in der Nähe des Nils stehen, ist einfach zu erklären: Die riesigen Steinblöcke, aus denen die Pyramiden erbaut wurden, kamen über den Wasserweg und wurden dann auf Schlitten verladen.
In der 5. Dynastie begann man damit, die innenliegenden Mauern der Pyramiden mit Texten zu versehen. Diese beschreiben z. B. die Bauweise der Pyramide. Für die Werkzeuge verwendete man Kupfer, Stein und Holz. Mit Hämmern aus hartem Gestein brach man weiche Felsblöcke heraus, während z. B. die Kammern und Gänge im Inneren aus hartem Gestein wie Rosengranit bestehen. Die Sarkophage hingegen sind aus Alabaster und der Boden der Cheopspyramide aus schwarzem Granit.
All diese verschiedenen Steinarten zu beschaffen, war in Ägypten kein Problem. Anders sah es mit dem Holz aus. Einheimische Bäume eigneten sich nicht für den Bau, daher wurde Holz aus anderen Regionen der Welt importiert, etwa aus Syrien. Daraus entstanden beispielsweise Rollen und Schlitten.